Laufende Projekte und Studien:

Projekt 1:

Katalog für Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von Störungen des Bewegungsapparates

Erarbeitung epidemiologischer Daten von orthopädischen Schmerzsyndromen

Projektleitung: Prim. Univ. Doz. Dr. M. Friedrich
Status: Abgeschlossen.



Projekt 2:

Zur Spezifität des chronifizierten Schmerzsyndroms (zB Fibromyalgie) des Bewegungsapparates bei Frauen und Ansätze zur Vermeidung durch Prävention.

Zur Spezifität des chronifizierten Schmerzsyndroms (Fibromyalgie) des Bewegungsapparates bei Frauen und Ansätze zur Vermeidung durch Prävention

Zwei bis drei Prozent der Bevölkerung leiden unter großflächigen, über den ganzen Körper verteilte Schmerzen. Aus der Literatur ist bekannt, dass Frauen viel häufiger davon betroffen sind.

Ziel dieses Projekts war es, möglichst viele Begleiterscheinungen aufzuzeigen, die gehäuft bei chronischen SchmerzpatientInnen auftreten. Zu diesem Zweck wurden insgesamt 220 Personen ausführlich untersucht. Es wurden 123 Schmerz-Patienten 97 schmerzfreien Personen gegenübergestellt. Die Einschlusskriterien für die Aufnahme zur Schmerzgruppe waren chronische Schmerzen in mindestens je einer Region der oberen und unteren Körperhälfte und auf beiden Seiten des Körpers, (Schmerzdauer: mind. 3 Monate und länger). Als Kriterium für die 97 gesunden Personen galt, dass diese zumindest in den letzten drei Monaten keine Schmerzen von Seiten des Bewegungssystems verspürt hatten.
Untersucht wurden diverse soziodemografische Daten wie Alter, Geschlecht, Ausbildung, frühere und bestehende Erkrankungen außerhalb des Bewegungssystems, Größe und Gewicht etc. Fragebögen hatten Angaben über den allgemeinen Gesundheitszustand und über mögliche Beeinträchtigungen infolge Kreuzschmerzen Aufschluss zu geben, weitere Fragebögen über Angstzustände, Depression und diverse Reaktionsformen auf Schmerzen. Eine spezielle Befragung betraf auch sexuellen Missbrauch, Gewalt in der Familie, Essstörungen, Mobbing, Partnerprobleme etc. Eine ausführliche Schmerzanamnese erfasste die Lokalisation, Dauer und Intensität der Schmerzen. Schließlich wurde eine ärztliche orthopädische Untersuchung hinsichtlich Beweglichkeit der Wirbelsäule, der Arme und Beine, großer Gelenke und der Schmerzempfindlichkeit bestimmter Körperpunkte durchgeführt. Alle diese Daten wurden anonym aufgenommen. Pro Person wurden insgesamt etwa 475 (!) Parameter untersucht.
Als Ergebnisse, deren endgültige Ausarbeitung noch im Gange ist, wurden sowohl Unterschiede zwischen den Gruppen (Schmerzgruppe und gesunde Kontrollgruppe) als auch hinsichtlich Frauen und Männern berechnet.
Auch bei unserer Untersuchung stellte sich heraus, dass deutlich mehr Frauen als Männer an großflächigen Schmerzen leiden (106 zu 17). Bezüglich der übrigen zahlreichen Parameter ergaben sich nur wenige Punkte, in welchen sich die Frauen von den Männern unterschieden; zB.
• die zahlreicheren Schmerzdruckpunkte (Tender Points) bei Frauen gegenüber den Männern.
• Weiters gaben die Frauen an:
o regelmäßiger Sport zu betreiben,
o über niedrigere Blutdruckwerte berichteten und
o eher passive Schmerzbewältigungsstrategien bevorzugten.

Signifikant ausgeprägter waren bei der Schmerzgruppe folgende Punkte:
• höheres Körpergewicht
• geringere Arbeitszufriedenheit
• geringeres Haushaltseinkommen
• seltenere Ausübung von regelmäßigem Sport
• schlechteres allgemeines Gesundheitsgefühl
• größere Beeinträchtigung infolge von Kreuzschmerzen
• vermehrte Angst- und Depressionszustände, aber auch größeres Vermeidungsverhalten
• größere Hoffnungs- und Hilflosigkeit
• häufigeres Vorkommen von Herz-Kreislauferkrankungen
• Magen-Darmerkrankungen und Allergien
• häufigere psychologische Traumen in der Kindheit
• häufigere Stressfaktoren in der unmittelbareren Vergangenheit

Bei der klinischen Untersuchung ergaben sich für die Schmerzgruppe eine beträchtlich größere Einschränkung hinsichtlich der Beweglichkeit und eine größere Anzahl von Schmerzpunkten. Zusammenfassend zeigt sich, dass bei den Schmerzpatienten gegenüber gesunden Personen neben den großflächigen, zum Teil intensiven und durchschnittlich schon etwa 10 Jahre bestehenden Schmerzen, gleichzeitig eine Reihe von psychologischen Problemen (einschließlich Schmerzbewältigungsproblemen) bestehen, aber auch Erkrankungen in zahlreichen anderen Organsystemen (Herzkreislauf, Magen Darm-Trakt etc.) und letztlich auch bei der klinischen Untersuchung vermehrte Bewegungseinschränkungen bei der Schmerzgruppe zu finden waren.

Wichtig ist bei der Angabe großflächiger Schmerzen die Probleme der übrigen genannten Systeme auch rechtzeitig zu erfassen um damit diese möglichst früh und auch schon präventiv in den Behandlungsplan mit einbeziehen zu können.

Dieses Projekt wurde aus den Fördermitteln des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen unterstützt.

Projektleitung: OA Dr. T. Rustler
Status: Abgeschlossen.



Projekt 3:

Empirische Erforschung von Lebensstiländerungen & Motivation zur Bewegung bei Jugendlichen

Projekt ‚MoveOn’

Dieses Projekt wird aus den Fördermitteln des Bundesministeriums für Wissenschaft & Forschung unterstützt.


Projektleitung: Prim. Univ. Doz. Dr. M. Friedrich
Status: abgeschlossen



Projekt 4:

Empirische Grundlagenforschung zur Prävention von Wirbelsäulenbeschwerden bei Berufstätigen

Diese Studie wurde in Kooperation mit der WGKK durchgeführt.

Dieses Projekt wird aus den Fördermitteln des Bundesministeriums für Wissenschaft & Forschung unterstützt.

Projektleitung: Prim. Univ. Doz. Dr. M. Friedrich
Status: abgeschlossen





Sonstige Projekte

Wirkung der Quarzklangschalenbehandlung bei PatientInnen mit Lumbalsyndrom:

Projektleitung: Prim. Doz. Dr. M. Friedrich
Status: Abgeschlossen.



MBST Kernspinresonanz-Therapie:

Komplementär-medizinische Intervention mittels Kernspin-Resonanz-Therapie bei Patienten mit Nervenwurzelirritation infolge eines lumbalen Bandscheibenvorfalls

Projektleitung: OA Dr. Salfinger Heribert
Status: Datenerhebung abgeschlossen